Der Blumenkohl ist da. Nicht nur einer, sondern gleich eine ganze Reihe prachtvoller, weißer Köpfe. Manchmal fühlt es sich an, als würden sie über Nacht im Beet explodieren. Jetzt stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Karfiol, wie er in manchen Regionen auch genannt wird?
Keine Sorge, die Möglichkeiten sind vielfältiger, als du vielleicht denkst. Dank seines milden Geschmacks ist Blumenkohl ein echter Alleskönner in der Küche. Er lässt sich kochen, braten, backen, pürieren und sogar roh genießen. Außerdem ist er leicht verdaulich und steckt voller Vitamin C. Perfekt also für die schnelle und unkomplizierte Feierabendküche, wenn der Ernteeimer mal wieder überquillt.
Rezept-Klassiker: Blumenkohl aus dem Ofen
Wenn es schnell gehen muss, ist der Backofen dein bester Freund. Dieses Rezept ist die unkomplizierteste Art, einen ganzen Kopf Blumenkohl zu verarbeiten. Das Ergebnis: herrlich geröstete Röschen mit knusprigen Rändern und weichem Kern. Ein perfektes Feierabendessen, das in unter 30 Minuten auf dem Tisch steht.
Heize zuerst deinen Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vor. Währenddessen zerteilst du den Blumenkohl in mundgerechte Röschen. Den Strunk und die Blätter wirfst du aber nicht weg – mehr dazu später! Wasche die Röschen kurz und trockne sie gut ab. Das ist wichtig, damit sie im Ofen rösten und nicht dünsten.
Gib die Blumenkohlröschen in eine große Schüssel. Presse die Knoblauchzehen dazu oder hacke sie sehr fein. Gib das Olivenöl, den getrockneten Rosmarin, eine kräftige Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer darüber. Jetzt alles gut durchmischen, bis jedes Röschen mit der Öl-Gewürz-Mischung überzogen ist. Am besten geht das mit den Händen.
Verteile den Blumenkohl gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech. Achte darauf, dass die Röschen nicht zu dicht beieinander liegen, sonst werden sie eher weich als knusprig. Schiebe das Blech für etwa 20–25 Minuten in den Ofen. Nach der Hälfte der Zeit die Röschen auf dem Blech wenden, damit sie gleichmäßig bräunen. Der Blumenkohl ist fertig, wenn er goldbraune Röststellen hat und an den Rändern leicht knusprig ist.
Kein Rosmarin im Haus? Kein Problem. Thymian, Paprikapulver oder eine Prise Chiliflocken passen ebenfalls hervorragend.
Mehr als nur Beilage: Ideen für die Blumenkohl-Schwemme
Ein ganzer Blumenkohl ist für ein Rezept oft zu viel. Oder du hast gleich mehrere Köpfe geerntet. Hier sind ein paar Ideen, wie du die Schwemme kreativ und lecker bewältigen kannst.
Blumenkohl-Curry: Eine fantastische Möglichkeit, große Mengen zu verarbeiten. Schneide den Blumenkohl in Röschen und koche ihn zusammen mit Kichererbsen, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch in einer cremigen Kokosmilch-Sauce. Mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander gewürzt, wird daraus ein wärmendes und sättigendes Hauptgericht.
Cremige Blumenkohlsuppe: Koche Blumenkohlröschen mit etwas Zwiebel und Kartoffel in Gemüsebrühe weich und püriere alles zu einer samtigen Suppe. Ein Schuss Sahne oder eine pflanzliche Alternative macht sie noch cremiger. Mit gerösteten Brotwürfeln und frischer Petersilie servieren.
Blumenkohl-„Steaks“: Schneide den Kopf in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Diese „Steaks“ kannst du mit Öl und Gewürzen marinieren und in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten oder auf den Grill legen. Eine tolle vegetarische Alternative.
Rohkost-Salat: Ja, Blumenkohl schmeckt auch roh! Hoble ihn hauchdünn oder zerkleinere die Röschen im Mixer zu feinem „Reis“. Mit einem frischen Joghurt-Dressing, Kräutern, Nüssen oder Kernen wird daraus ein knackiger und erfrischender Salat. Passt super zu Gegrilltem.
Blumenkohlpüree: Eine leichtere Alternative zum klassischen Kartoffelpüree. Gekochten Blumenkohl einfach mit etwas Butter, Muskatnuss und einem Schuss Milch oder Sahne zu einem feinen Püree stampfen. Schmeckt überraschend gut und ist schnell gemacht.
Vom Blatt bis zum Strunk: Nichts verschwenden
Wusstest du, dass man fast den gesamten Blumenkohl essen kann? Die großen, grünen Blätter und der dicke Strunk landen oft im Kompost. Völlig zu Unrecht, denn sie sind essbar und schmecken gut.
Die zarten, inneren Blätter, die den Kopf umschließen, kannst du einfach mit den Röschen zusammen im Ofen rösten. Sie werden herrlich knusprig, fast wie Chips. Die äußeren, etwas festeren Blätter schneidest du am besten in feine Streifen und dünstest sie in der Pfanne mit etwas Zwiebel und Knoblauch an. Sie schmecken ähnlich wie Wirsing.
Den Strunk solltest du schälen, da die äußere Schicht etwas holzig sein kann. Das Innere ist aber zart und mild. Schneide ihn in Würfel und gare ihn einfach mit den Röschen mit, egal ob für Suppe, Püree oder Ofengemüse. Er braucht eventuell ein paar Minuten länger, um weich zu werden.
Vorrat für später: Blumenkohl richtig einfrieren
Wenn die Ernteschwemme überhandnimmt und du einfach keinen Blumenkohl mehr sehen kannst, ist Einfrieren die beste Lösung. So kannst du die Ernte portionsweise haltbar machen und auch in ein paar Monaten noch genießen.
Rohes Einfrieren ist keine gute Idee. Der Blumenkohl würde nach dem Auftauen matschig werden und an Geschmack verlieren. Der Trick ist, ihn vorher kurz zu blanchieren.
So geht’s:
- Vorbereiten: Zerlege den Blumenkohl in Röschen und wasche sie gründlich.
- Blanchieren: Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Gib die Blumenkohlröschen hinein und koche sie für etwa 2–3 Minuten. Sie sollten nicht weich werden.
- Abschrecken: Hebe die Röschen mit einer Schaumkelle aus dem kochenden Wasser und gib sie sofort in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser. Das stoppt den Garprozess und erhält die Farbe.
- Trocknen: Lass den Blumenkohl in einem Sieb sehr gut abtropfen und tupfe ihn anschließend mit einem Küchentuch trocken. Je trockener er ist, desto weniger Eiskristalle bilden sich.
- Einfrieren: Verteile die Röschen auf einem Tablett oder Blech, sodass sie sich nicht berühren, und stelle sie für etwa eine Stunde ins Gefrierfach. So frieren sie einzeln und kleben später nicht als großer Klumpen zusammen.
- Verpacken: Fülle die gefrorenen Röschen in Gefrierbeutel oder -dosen um. Gut verschlossen hält sich der Blumenkohl so mehrere Monate.
Den gefrorenen Blumenkohl musst du vor der Zubereitung nicht extra auftauen. Du kannst ihn direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser, die Suppe oder die Pfanne geben.





