Leckere, frisch gebackene Zimtschnecken mit süßer Glasur auf einem Backblech.
Ernterezepte

Zimtschnecken Rezept: Einfach, fluffig & garantiert lecker

5 Min. Lesezeit

Zutaten

30 Min. Vorbereitung · 25 Min. Kochzeit
12 Portionen
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Eine Frage taucht immer wieder auf: Gibt es Samen für den Zimtschnecken-Strauch? Klare Antwort: nein. Zimtschnecken sind keine Pflanze, die man im Garten anbauen kann. So schade das auch ist. Es ist ein süßes Gebäck aus Hefeteig, das mit ordentlich Zimt und Zucker gefüllt wird. Und was für eins!

Wenn es draußen ungemütlich wird und der Herbstwind ums Haus pfeift, ist genau das der richtige Moment. Heute mal nichts aus der Ernteschwemme, kein verstecktes Gemüse, sondern einfach nur purer, klebriger, warmer Genuss. Dieses Zimtschnecken Rezept ist der Alleskönner für solche Momente. Es ist einfach, gelingsicher und der Duft, der durchs Haus zieht, ist unbezahlbar.

So gelingt der Hefeteig garantiert – auch nach Feierabend

Keine Angst vor Hefeteig. Das ist wirklich einfacher, als du denkst, und braucht keine Spezialgeräte. Eine große Schüssel und deine Hände reichen völlig. Der Trick ist, den Zutaten ein bisschen Zeit und Wärme zu geben.

Zuerst erwärmst du die Milch in einem kleinen Topf. Sie sollte nur lauwarm sein, also so, dass du bequem einen Finger reinhalten kannst. Ist sie zu heiß, stirbt die Hefe und dein Teig geht nicht auf. In die lauwarme Milch bröselst du die frische Hefe und rührst einen Teelöffel vom Zucker ein. Lass das Ganze kurz stehen, bis die Hefe anfängt, kleine Bläschen zu bilden. Das dauert etwa 5 Minuten.

In der Zwischenzeit gibst du das Mehl, den restlichen Zucker und die Prise Salz in eine große Schüssel und mischst alles kurz durch. Mach in die Mitte eine kleine Mulde. Dorthinein kommt jetzt das Ei und die aktivierte Hefe-Milch. Die weiche Butter gibst du in kleinen Flöckchen an den Rand. Weiche Butter lässt sich viel besser von Hand einkneten als kalte, harte Stücke.

Jetzt kommt der beste Teil: das Kneten. Knete alles mit den Händen oder den Knethaken deines Handrührers für mindestens 5–10 Minuten kräftig durch. Der Teig soll am Ende schön glatt und elastisch sein und sich vom Schüsselrand lösen. Forme ihn zu einer Kugel, leg sie zurück in die Schüssel, decke sie mit einem feuchten Küchentuch ab und stell sie an einen warmen, zugfreien Ort. Ein bewährter Trick: der Teig unter einer warmen Decke. Ein Platz neben der Heizung tut es auch. Dort darf der Teig jetzt für mindestens 30 bis 60 Minuten gehen, bis er sich sichtlich vergrößert hat.

Füllen, rollen, schneiden: Die Verwandlung zur Schnecke

Ist der Teig schön aufgegangen? Wunderbar. Knete ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durch und rolle ihn dann zu einem großen Rechteck aus, ungefähr so groß wie ein Backblech.

Für die Füllung verrührst du die sehr weiche Butter mit dem braunen Zucker und dem Zimt zu einer streichfähigen Paste. Wer es süßer mag, nimmt etwas mehr Zucker, wer den Zimt liebt, nimmt einen Löffel mehr. Das ist das Schöne am Selbermachen. Bestreiche das Teigrechteck gleichmäßig mit dieser Masse, aber lass an einer der langen Kanten einen schmalen Rand von etwa einem Zentimeter frei.

Jetzt wird gerollt. Beginne an der langen Seite gegenüber dem freien Rand und rolle den Teig fest, aber nicht zu straff, zu einer langen Wurst auf. Das freie Ende kannst du mit ein bisschen Wasser befeuchten, damit die Rolle gut zusammenklebt. Nun schneidest du die Rolle in etwa 3–4 cm dicke Scheiben. Praktischer Trick: Nimm dafür ungewachste Zahnseide oder einen starken Faden. Damit bekommst du saubere Schnitte, ohne die Schnecken zu zerdrücken.

Lege die einzelnen Schnecken mit etwas Abstand zueinander in eine gefettete Auflaufform oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Decke sie noch einmal ab und lass sie an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen. In dieser Zeit werden sie noch mal richtig fluffig. Heize währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Schieb die Form in den Ofen und backe die Zimtschnecken für etwa 18–25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Jede Röhre ist anders, also behalte sie gegen Ende der Backzeit gut im Auge.

Der Zuckerguss: Das klebrige i-Tüpfelchen

Zimtschnecken sind schon pur ein Genuss, aber mit einem Guss werden sie perfekt. Verrühre einfach den Puderzucker mit so viel Milch oder Zitronensaft, bis eine dickflüssige, aber noch gießfähige Masse entsteht. Zitronensaft gibt dem süßen Gebäck eine angenehm frische Note. Wer es lieber milder mag, greift zur Variante mit Milch.

Verteile den Guss über die noch warmen Zimtschnecken. So verläuft er schön und zieht leicht ein. Und dann heißt es: Zugreifen, solange sie noch warm sind. Am besten schmecken sie direkt vom Blech.

Kleine Zimt-Kunde für Neugierige

Wo wir schon beim Thema sind: Woher kommt eigentlich das Gewürz, das diesem Gebäckrezept seinen Namen gibt? Spoiler: nicht aus heimischem Anbau. Das Gewürz Zimt wird aus der getrockneten Rinde des Echten Zimtbaums gewonnen. Sein wissenschaftlicher Name lautet Cinnamomum zeylanicum. Der Baum wächst in tropischen Regionen und braucht ein Klima, das sich hierzulande beim besten Willen nicht herstellen lässt.

Während der Pflanzenanbau von Zimt also den Profis in wärmeren Gefilden überlassen bleibt, geht es hier voll und ganz um die Verarbeitung. Wer sich dafür interessiert, welche Kräuter und Gewürze sich erfolgreich im eigenen Garten anbauen lassen, findet mehr dazu bei den Kollegen vom Gemüsegarten-Ratgeber. Die wissen alles über den Anbau von Dingen, die hierzulande wirklich wachsen.

Deine Fragen zum Zimtschnecken-Rezept

Kann ich auch Trockenhefe nehmen? Klar, das geht auch. Ein Päckchen Trockenhefe (7 g) entspricht einem Würfel Frischhefe und reicht für 500 g Mehl. Mische die Trockenhefe einfach direkt unter das Mehl, der Vorteig mit der Milch entfällt dann.

Kann ich die Zimtschnecken vorbereiten? Ja, das klappt super. Du kannst den fertig gerollten und geschnittenen Teig in der Form abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen holst du ihn raus, lässt ihn etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen und backst ihn dann wie beschrieben. Perfekt für ein entspanntes Wochenendfrühstück.

Was, wenn ich keinen braunen Zucker habe? Kein Problem. Normaler weißer Zucker funktioniert auch. Die Füllung wird dann etwas heller und weniger karamellig im Geschmack, aber immer noch sehr lecker.

Die Schnecken sind trocken geworden: was tun? Das passiert meistens, wenn sie ein paar Minuten zu lange im Ofen waren. Jeder Ofen heizt etwas anders. Taste dich beim nächsten Mal langsam an die perfekte Backzeit heran. Oder sei bei der Füllung großzügiger, mehr Butter macht sie saftiger. Übung macht den Meister, die zweite Ladung sitzt bestimmt!

Wie hat dir das Rezept geschmeckt?

Quellen & Referenzen

Alle Angaben stützen sich auf die oben genannten Quellen; sie ersetzen keine fachliche Beratung.

  1. Wissenschaft Zimtbaum (Cinnamomum verum) - Botanischer Garten - Universität Rostock (2011)
  2. Fachseite Wildkräuter
  3. Fachseite Gemüse & Obst – Garten Akademie
  4. Behörde Zimtschnecken Rezept – Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)